Produkte und Anbau

Wir konzentrieren uns hauptsächlich auf den Anbau von Getreide wie Gerste, Weizen, und Dinkel, Leguminosen-Mischkulturen, Gemüse wie Rote Rüben und Zwiebel sowie Erdäpfel. Ab und zu kommen auch Zuckerrüben und Ölkürbisse dazu. Abgesehen von Früchten, die auf den Markt kommen wirtschaften wir auch mit Futterkulturen wie etwa Wickrocken und Kleegras. Wir legen großen Wert auf den Anbau von Begrünungen in Form von Mischkulturen, da diese sehr wichtig für die Fruchtfolge sind, den Boden wieder mit Nährstoffen für den nächsten Anbau anreichert und auch Insekten einen günstigen Lebensraum bieten. Diese besteht bei uns aus Sommerwicke, Ackerbohne, Platterbse, Leindotter, Sandhafer und in kleinen Mengen auch Ölrettich, Senf und Buchweizen. Zum Düngen verwenden wir hauptsächlich Kompost, Gründüngung. Rohphosphat, Kalium und Schwefel kommen ergänzend und erst nach einer Bodenuntersuchung zur Anwendung. Mikroorganismen wie EM oder RM braun werden zur Belebung des Bodenlebens ausgebracht


Insgesamt bewirtschaften wir rund 49 ha an Ackerfläche. Alle Äcker liegen in einem 7 km Radius um unser Dorf. Dies bedeutet, dass es zu 95% der Fälle möglich ist, diese innerhalb von 10 Minuten zu erreichen.

Wir haben eine Arbeitskraft, welche ganzjährig eingestellt ist, jedoch benötigen wir vom Frühjahr bis zum Sommer zusätzliche Mitarbeiter, welche uns bei der Regulierung der Unkräuter helfen, da wir als Bio-Bauern keine Herbizide einsetzen. Zu Hilfe kommen uns zum Großteil Arbeiter aus Tschechien, da wir nur 10 Minuten von der Grenze entfernt sind. In den Sommermonaten, wo die Haupternte stattfindet, hilft die gesamte Familie so oft wie es geht mit. Dasselbe gilt für das Sortieren, was fast unmöglich alleine zu bewerkstelligen ist.

Vermarktet werden unsere Produkte zum Großteil an Großhändler, wie etwa im Falle von Getreide an das Lagerhaus, Gastronomie und Verarbeiter. Aber wir bieten auch eine Direktvermarktung für Privatkunden an. Für die Direktvermarktung und die Gastronomie werden unsere Produkte meist in 5 oder 10 kg Säcke verpackt.

(© Sophie Gehringer im Zuge der Diplomarbeit)